Korrektur, runts sind die "normalen", aber eben mickrigen, winzigen. Aber bei lebenden Winzlingen kommt regelmäßig die Diskussion auf, ob es runts sind, von daher kann die Suche danach trotzdem helfen

Es scheint öfters (in bestimmten Linien?) welche zu geben, die Milch im Bauch haben und um die 2 Wochen leben, manchmal auch älter werden. Offensichtlich können sie trinken, aber die Milch vielleicht nicht richtig verdauen.
Auch das Zwergegen könnte ja hier und da mutieren und dadurch veränderte Auswirkungen haben. Oder ein weiteres Gen ist beteiligt, welches die Auswirkungen abmildert.
Dieses hier ist um die anderthalb Jahre alt geworden:
http://www.barbibrownsbunnies.com/micro.htm
zu dem Thema gefunden:
Hereditary C8α-γ Deficiency Associated with Dwarfism in the Rabbit sagt
At least 5 dwarf genes are known in the rabbit which are lethal and semilethal (Russell-Lindsey and Fox 1974; Sawin 1955). These genes are
1) the Pituitary dwarf gene (Dw) (Greene 1940) or dwarf gene (nan) (Nachtsheim 1937), an autosomal semidominant,
2) the Pelger gene (Pg) (Nachtsheim 1950), an aulosomal semidominant,
3) the Dachs gene (Da) (Crary and Sawin 1952), an aulosomal semidominant,
4) the achondroplasia gene (ac) (Brown and Pearce 1945), an autosomal recessive, and
5) the chondrodystrophy gene (cd) (Fox and Crary 1971), an autosomal recessive.
Both the C8D and dw-2 genes described in this study appear to differ from the above dwarf genes.
Noch ein bisschen was deutsches aus Schnecke, C., 1941. Zwergwuchs beim Kaninchen und seine Vererbung. Zeitschrift für Menschliche Vererbungs- und Konstitutionslehre, 25(3).
Erblicher Zwergwuchs beim Kaninchen wurde von GREENE, Hu und
BROWN, von NACHTSHEIM und von KRÖNING beschrieben. Die Zwerg-
formen von GREENE und KRÖNING waren ziemlich übereinstimmend,
schienen jedoch verschieden gegenüber dem Dahlemer Zwerg. Die Unter-
schiede zeigten sich in den Geburtsgewichten und der Lebensdauer.
Ferner beobachteten GREENE und auch KRÖNING nie ein Vorstehen der
unteren Incisiven. Durch Kreuzungsversuche konnte nachgewiesen
werden, daß es sich bei dem NACHTSHEIMschen und dem KRÖNINGschen
Zwerg um dasselbe verursachende Gen handelt. Andere jeweilige gene-
tische Gesamtkonstitutionen bedingen die beobachteten Unterschiede.
So konnte besonders der Einfluß des Kurzhaarfaktors rex auf die Spalt-
zahlen nachgewiesen werden und der Zwergenüberschuß in F2 seine
Erklärung finden. Dieser Überschuß kommt zustande, indem rex rex
nan nan-Tiere meistens vorgeburtlich absterben, ein großer Teil von
rex rex Nan nan-Individuen aber zu Zwergen wird.
Ferner zeigte sich eine Abhängigkeit der Lebensdauer der Zwerge
von der ererbten Körpergröße. Individuen mit kleiner Körpergröße sind
kurzlebiger als solche mit erblich großer.
[…]
Eine weitere Beeinflußbarkeit des Zwergwuchses zeigte sich bei
einer Einkreuzung einer kretinoiden Linie. Durch ihr Hinzutreten wurde
es möglich, daß homozygote Zwerge bis zu 2 Monate alt wurden, während
sie sonst in der Regel innerhalb der ersten 48 Stunden starben. Der
Kleinwuchs und die kretinoide Anomalie erweisen sich also als Modifi-
kationsfaktoren gegenüber dem Zwergwuchs. Die Verhältnisse sind eine
Parallele zu denen beim Dahlemer Zwergwuchs, wo Kurzhaar und eben-
falls Kleinwuchs die Wirkung des Zwergwuchsfaktors beeinflussen.
Die Gewichtsunterschiede zwischen den Normalen, den Halbzwergen
und den Zwergen sind sehr deutlich. Auch die Heterozygoten (nicht
Halbzwerge) können auf Grund des Gewichts unterschieden werden …
noch ein Dokument:
A DWARF MUTATION IN THE RABBIT - THE CONSTITUTIONAL INFLUENCE ON HOMOZYGOUS AND HETEROZYGOUS INDIVIDUALS