[KaWi] Kräuter und Heilpflanzen

Stichworte: Behandlung, Fütterung, Heilpflanzen, Krankheit, Kräuter, Magen-Darm-Erkrankung, Vorbeugung

von KaWi » 8. Nov 2004 11:49

[KaWi] Kräuter und Heilpflanzen

Kategorie: Kaninchenkrankheiten
Artikelname: Kräuter und Heilpflanzen
Beschreibung: was ist nützlich für Kaninchen?
Typ: Info
Autor: reh

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Zuletzt geändert von reh am 11. Jun 2011 10:28, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Artikel im Fachwissen geändert
KaWi
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von Heidi » 31. Mär 2005 08:43

Leberblümchen

Hallo reh,

Du bist meistens so fix bei Herausfinden von Eigenschaften unterschiedlicher Pflanzen. ist vielleicht gut hier untergebracht:
Das Leberblümchen

Das sieht so giftig aus. Der Name kann aber Heilung der Leber versprechen. Wer weiß mehr über das Kraut, das sich bei uns unter Hecken gut entwickelt?
Mit freundlichem Gruß Heidi
Heidi
 
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von reh » 31. Mär 2005 10:04

Google hilft meistens:

Volksmedizinisch wird Leberblümchenkraut gegen Lebererkrankungen aller Art verwendet. Die Wirkung ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt, so dass die Anwendung nicht empfohlen werden kann. Das in der Frischpflanze enthaltene Protoanemonin wirkt stark reizend auf Haut und Schleimhäute!
mit freundlichen Grüßen
reh

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von Karl Schwab » 31. Mär 2005 13:55

Hallo.

Von der Verfütterung des Leberblümchens (Hepatica nobilis ; syn. Hepatica triloba, Anemone hepatica) würde ich auch absehen. Sollten freilaufende Kaninchen mal was davon naschen, sind sicher keine großen Nebenwirkungen zu erwarten.

Einige Literaturangaben zum Leberblümchen

Nach Roth, Daunderer, Kormann ist die ganze Pflanze giftig. Wegen dem Anemonin bzw. dem Protoanemonin und dem Anemol sowie weiteren unbekannten Giftstoffen. Es wird aber auch erwähnt, daß der Hauptwirkstoff Protoanemonin nach dem Trocknen unwirksam zu werden scheint.
Wirkung auf der Haut: Der Saft kann eine Hautreizung verursachen.

Vergiftungserscheinungen (beim Mensch) : Übelkeit, Durchfall, Blutungsneigung, Nierenschädigung.
Tödliche Dosis: 30 Pflanzen.

Die Wirkung auf der Haut und die Vergiftungserscheinungen sind beim Buschwindröschen (Anemone nemerosa)
identisch.

Nach Pahlow kann das getrocknete und im Schatten getrocknete Kraut als Leberblümchen-Tee aber angewendet werden, weil es nicht unwirksam ist. Auch in der Homöopathie wird es nach ihm nur sehr selten bei Leberstauungen und chronischer Bronchitis verwendet.

Nach seiner Aussage kann es als Leberblümchentee in der Volksmedizin aber verwendet werden und es sind Wirkungen bei Reizerscheinungen im Kehlkopfbereich und bei Lungenleiden nachgewiesen. Außerdem würde die tuberkulostatische Wirkung (Hemmung des Wachstums der Tuberkel-Bazillen) die Anwendung rechtfertigen.

Bei Verwendung von frischem Kraut sind Magenbeschwerden zu erwarten.

Leberblümchen-Tee
1 – 2 Teelöffel getrocknetes Leberblümchenkraut mit ¼ l kaltem Wasser übergießen und 10 Stunden kalt ausziehen lassen. Nach dem Abseihen leicht anwärmen und schluckweise über den Tag verteilt und ungesüßt ¼ l Tee trinken.

Freundliche Grüße

Karl Schwab
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von Heidi » 31. Mär 2005 16:43

Hallo Reh, hallo Karl,

herzlichen Dank für Eure Bemühungen. Wenn es auch das Blümchen nicht ist, das ich meine, so lernt man doch auch was bei solchen Ratefragen etwas dazu. :oops:

Reh, ich habe gegoogelt - das Leberblümchen im Net sieht wieder anders aus; ist ja gelb.
"Meins" :-) ist aber in der Blüte lila und so glockenförmig, hat rundliche, dunkelgrüne Blätter mit gelblichgrauen Flecken drauf. Ich mache morgen mal ein Foto - vielleicht auch noch heute - ist kein Versprechen - und schicke es Dir per mail.
Freundliche Grüße
Heidi
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von Karl Schwab » 31. Mär 2005 16:59

Hallo Heidi.
Es gibt kein gelbes Leberblümchen.
Die Blüte von "meinem" und dem richtigen ist blau, mancherorts kanns ins rotviolette gehen und glocken- oder besser sternförmig. Die Blätter dunkelgrün und glänzend und haben ein leberförmiges Blatt (daher auch der meistgebrauchte Deutsche Name) (dreilappig) und wachsen meist unter, oder am Rand von Hecken und Gebüsch. Außerdem gibts dann noch ne rosa - hell-lila gefüllte Zuchtform. Rel. selten findet man noch eine weiße Blüte.

Wenn es eine gute Adresse ist, dann steht auch noch der bot. Namen bei. Und der ist unzweideutig: Hepatica.
Weitere deutsche Namen sind:Blaues Herzblumenkraut, blaue Windblume, Fastenblume (weg. Blütezeit!), Herzblümli, Hirschklee, Leberkraut. Sicher gibts in best. Landschaften noch weitere Namen.
Freundliche Grüße

Karl
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von reh » 31. Mär 2005 19:32

Heidi hat geschrieben:"Meins" ist aber in der Blüte lila und so glockenförmig, hat rundliche, dunkelgrüne Blätter mit gelblichgrauen Flecken drauf.


Du meinst nicht ganz zufällig das Lungenkraut? Von dem hatten wirs letztes Jahr, glaube ich.
mit freundlichen Grüßen
reh

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von Heidi » 31. Mär 2005 20:17

*Lach* - kann sein, wenn Du es so schreibst - irgend ein Organ war es eben.
Sorry, wollte Euch nicht veräppeln. Bin schon alt, grau, schusselig und ein kleinwenig vergesslich. :? Nicht böse sein. Gruß Heidi
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von Heidi » 1. Apr 2005 11:47

Hallöle Reh und Karl,

nun stets fest: Es ist Lungenkraut.
:-) :-) :D
Schöne Fotos fand ich hier:
http://www.natur-lexikon.com/Texte/HWG/ ... 00004.html
Interessante Texte dort:
http://naturmedizin.lauftext.de/lungenkraut.htm und http://www.wdr.de/tv/ardheim/archiv/2001/05/06_5.html
Nette Grüße
Heidi
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