Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Stichworte: Genetik, Gesetz, Zuchtmethoden, Zwergenfaktor

von Michael Schlaphof » 19. Mai 2009 09:07

Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo hasenfee,

erst der Zwergfaktor "dw" macht den Unterschied.
Echte Zwergkaninchen sind z.B. alle Hermelinkaninchen und Farbenzwerge.
Die sind aber spalterbig.
Keine Zwergkaninchen sind z.B. Widderzwerge und theoretisch auch Zwergschecken.

Echte spalterbige Zwerghäsinnen dürfen laut Tierschutzgesetz nicht verpaart werden.
Man erkennt sie an den kurzen Ohren und am Gewicht von unter 1,7 kg.

Unter das Verbot fallen auch Mischlingshäsinnen, wenn sie dem Typ "echte Zwergkaninchen" entsprechen.

Gruß
Michael Schlaphof, Berlin
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von Karl Schwab » 19. Mai 2009 10:17

Lieber Michael.

Dein Bemühen zwecks des dw-Faktors in allen Ehren, aber:

- alle nicht geklonten tierischen Lebewesen (bis auf die wenigen Ausnahmen, die wir mal großzügig unter den Tisch fallen lassen) und alle sexuell vermehrten Pflanzen (mehr oder weniger) sind spalterbig.

- selbstverständlich dürfen spalterbige Zwerge (sowohl Rammler als auch Häsinnen, was soll diese Unterscheidung? Das ist ja wohl nur praktische Verfahrensweise) verpaart werden. Nur eben nicht miteinander und das war hier ja nicht die Frage.

- wenn Du schon die Schecken erwähnst, dann solltest Du auch hier auf die K/k-Problematik hinweisen.

Nur der Vollständigkeit halber.

Schönen Gruß
Karl
Karl Schwab
 
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von Michael Schlaphof » 19. Mai 2009 11:54

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Karl,

wir sind ja hier in einem Kaninchenwissenforum. Spalterbige Kaninchenrassen erkennen wir notfalls an der Erbformel.

Bei den echten spalterbigen Zwergkaninchenhäsinnen gibt es regelmäßig große Geburtsschwierigkeiten. Das hat gleich mehrere Gründe und Ursachen. Diese sind nur auszuräumen, wenn auf den Zuchteinsatz solcher Häsinnen verzichtet wird.
Das sieht übrigens der ZDRK genauso wie der Gesetzgeber.

Im ZDRK werden seit vielen Jahren nur noch Häsinnen oberhalb 1,7 kg Gewicht zur Zucht eingesetzt.
Seitdem gibt es nach ZDRK-Angaben keinerlei Geburts-und Aufzuchtschwierigkeiten mehr.
Und der Gesetzgeber ist damit zufriedengestellt.
-
Weiterhin habe ich nicht "Schecken" erwähnt sondern Zwergschecken. (Nur Schecken sind ein anderes Thema)
Zwergschecken, weil das Thema mit Zwergkaninchen zu tun hat. Zwergschecken sind aber keine Zwergkaninchen.
Oder doch?
Wenn das alles verwirrend ist, habe ich dafür Verständnis, aber ich habe den Standard ja nicht geschrieben.
Außerdem, siehe Anfang, ist dies ja ein Forum.
-
Noch einmal klipp und klar: Zwergkaninchenhäsinnen dürfen zur Zucht laut Gesetz nicht verpaart werden.

Züchter wenden sich im Zweifel an den Zuchtwart.

Gruß
Michael Schlaphof, Berlin
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von Karl Schwab » 19. Mai 2009 18:40

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Michael,

kannst Du bitte mal die entsprechenden Quellen zitieren für:

--Zwergkaninchenhäsinnen dürfen zur Zucht laut Gesetz nicht verpaart werden.--

--die Stelle im Standard, in der über die Zuchtverwendung von Langohren und Typzwergen sowie Rammler und Häsinnen 'was gefordert wird.--

Im Voraus besten Dank.

Karl
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von Michael Schlaphof » 19. Mai 2009 22:28

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Karl,

ZDK-Lehrschriften z.B. Nr.57
Tierschutzgesetz §11
rkz-forum (Sorry) :oops:

Der Standard ist irreführend, was das Thema angeht.
Er enthält auch keine Strategie zur Vermeidung von Letal-und Semiletalfaktoren.

Gruß
Michael Schlaphof, Berlin
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von Karl Schwab » 20. Mai 2009 00:06

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Michael,

nachfolgend die Kopie von § 11 b, der hier ja nur relevant ist:

§ 11b

(1) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu ver-
ändern, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht, den bio- oder gentechnisch
veränderten Tieren selbst oder deren Nachkommen erblich bedingt Körperteile oder Organe für den
artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Lei-
den oder Schäden auftreten.

(2) Es ist verboten, Wirbeltiere zu züchten oder durch bio- oder gentechnische Maßnahmen zu ver-
ändern, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei den Nachkommen
a) mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen auftreten oder
b) jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmer-
zen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt oder
c) deren Haltung nur unter Bedingungen möglich ist, die bei ihnen zu Schmerzen oder vermeid-
baren Leiden oder Schäden führen.

(3) Die zuständige Behörde kann das Unfruchtbarmachen von Wirbeltieren anordnen, wenn damit
gerechnet werden muss, dass deren Nachkommen Störungen oder Veränderungen im Sinne des
Absatzes 1 oder 2 zeigen.

(4) Die Absätze 1, 2 und 3 gelten nicht für durch Züchtung oder bio- oder gentechnische Maßnah-
men veränderte Wirbeltiere, die für wissenschaftliche Zwecke notwendig sind.

(5) Das Bundesministerium wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bun-
desrates

1. die erblich bedingten Veränderungen und Verhaltensstörungen nach den Absätzen 1 und 2 nä-
her zu bestimmen,
2. das Züchten mit Wirbeltieren bestimmter Arten, Rassen und Linien zu verbieten oder zu be-
schränken, wenn dieses Züchten zu Verstößen gegen die Absätze 1 und 2 führen kann.
Zitatende

Von Deinen Hinweisen ist da leider nichts zu finden.
Auch das Gutachten zum § 11b sagt dazu nichts aus.
In der Merkmalliste wird aufgelistet:
(Kopie aus/über Wikipedia)

Kaninchen - Punktscheckung
Definition
Punktmusterung des ansonsten weißen Fells.

Auftreten
Scheckenkaninchen ( Englische Schecke, Deutsche Riesenschecke, Rheinische Schecke, Widderschecke, Kleinschecken, Weiße Hotot).

Genetik
Autosomal unvollständig dominant, mit Modifikationsgenen, deshalb sehr variabel. Semiletalfaktor.

Symptomatik
Bei zunehmendem Alter Disposition zu schweren Darmstörungen. Hypertrophie der Nebennierenrinde, was auf erhöhten Dauer-Stress schließen lässt.

Zwergwüchsigkeit
Definition
Extremer Zwergwuchs.

Auftreten
Zwergrassen wie Hermelinkaninchen und Farbenzwerge.

Genetik
Autosomal unvollständig dominant (Gen Dw), Letalfaktor.

Symptomatik
Viele Krankheitsdispositionen. Erhöhte Disposition zu Brachygnathie (Zahnstellungsanomalie in Ober- und Unterkiefer). Durch Kompressionsstenosen des Tränennasenkanals im Bereich der Zahnwurzeln ergeben sich Tränenabflussstörungen.

Brachygnathia (Kieferverkürzung)
Definition
Verkürzung eines Kiefers gegenüber dem anderen, meist des Oberkiefers (Brachygnathia superior).

Auftreten
Vor allem bei Zwergkaninchen.

Genetik
Nicht geklärt.

Symptomatik
Durch die Kieferverkürzung findet kein ausreichender Abrieb der Schneidezähne statt. Die Nahrungsaufnahme wird eingeschränkt. Meist bei kugelköpfigen Tieren wird auch gelegentlich der Tränennasenkanal verstopft, was zu Tränenabflussstörungen führt.
von M. Schlaphof
Der Standard ist irreführend, was das Thema angeht.
Er enthält auch keine Strategie zur Vermeidung von Letal-und Semiletalfaktoren.
Die Aufgabe eines Standards ist es sicher nicht, zu diesen Themata Stellung zu nehmen und Handreichungen dazu geben.

Wikipedia sagt zum Standard:

Standard (Begriffsklärung)
Der Ausdruck der Standard bezeichnet im Allgemeinen eine mehr oder weniger einheitliche/vereinheitlichte, weithin anerkannte Art und Weise, etwas zu tun, die sich gegenüber anderen Arten und Weisen durchgesetzt hat, eine von vielen beachtete (oft stillschweigende) Übereinkunft bezüglich Vereinheitlichung (Standardisierung) von Produkten, Vorgängen oder Methoden: besonders im technischen Bereich gebräuchlicher Begriff (zur Unterscheidung zwischen den Begriffen „Norm“ und „Standard“: siehe auch unter Normung), Standard
ein Niveau, Qualitätsniveau, z. B. Ausstattungsstandard, Lebensstandard
einen Regelfall, Normalfall, z. B. Standardversion, Standardmodell

Soweit mal dazu.

Gruß
Karl
Karl Schwab
 
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von Karl Schwab » 20. Mai 2009 00:26

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Kurz und schmerzlos:
Zitat aus dem Brockhaus 18. Auflage
Standard, der
Norm, Richtmaß, -schnur, Niveau (Lebens-S.)
in der Dt. Dem. Rep. Bez. für Norm.

Zitatende

Das, was Du gerne hättest, gehört einfach nicht dahin, nämlich in den Standard.

Gruß
Karl
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von Michael Schlaphof » 20. Mai 2009 09:30

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Karl,

worum geht´s denn eigentlich noch?
Wenn man erst einmal die Problematik der dwarf-Zucht voll und ganz begriffen hat, d.h. auch die Spalterbigkeit, die Du jetzt nicht mehr leugnen wirst, und dann den dankenswerterweise von Dir hier eingestellten §11b liest, ist doch alles klar.

Wenn nicht, dann bitte auch den Text des ZDK, zu finden in der Lehrschrift 57 oder beim rkz-forum oder in den Verbandsorganen des ZD(R)K lesen.

Den Standard hast Du übrigens selbst ins Spiel gebracht--warum denn eigentlich?
-
Nochmal zur praktischen Zwergkaninchenzucht, das sind solche Rassen mit dem "dw" in der Erbformel.
Wer solche echten Tierchen von ca. 1,3 kg miteinander verpaart, macht sich schon strafbar nach §11b.

Das theoretische Ergebnis sind ca. 3 Jungtiere:
Davon eins winzig, reinerbig, schon tot oder sterbend.
Ein weiteres sehr groß, reinerbig, Probleme bei der Geburt auslösend, oft dadurch tödlich verletzt, ebenso das Muttertier.
Es verbleiben 1-2 normale, spalterbige typische Zwergkaninchen deren Chancen auch nicht so gut sind, weil so Wenige ,und zusätzlich die langsam kälter werdenden Verwandten den Weg in das Leben schwer machen.

Das Muttertier ist spalterbig, dadurch kleinwüchsig und weniger fruchtbar. Zusätzlich erschwert wird die Geburt durch die
genetisch bedingten übergroßen reinerbigen Jungtiere.

Vielleicht hat mal jemand (alte) Fotos von diesen 3 Phänotypen der Zwergkaninchenzucht. Möglichst alles auf einem Blick.

Gruß
Michael Schlaphof, Berlin
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von Anja » 20. Mai 2009 09:47

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hier wird ja einiges wild durcheinander geworfen..... mannomann.

Es ist absolut nicht zwangsläufig so, dass Typzwerghäsinnen Probleme mit den Würfen haben, Michael. Auch meine Zwergrexe sind Dw-Tiere und hier haben die Damen auch als Typtiere große Würfe und keinerlei Geburtsschwierigkeiten. Ich habe allerdings auch darauf selektiert und jedes Tier aus der Zucht geworfen, was nicht meine Kriterien in der Aufzuchtleistung erfüllt hat. Nun habe ich Würfe zwischen 4 und 8 Tieren (Durchschnitt: beachtliche 5,5) und das auch aus 1400g Häsinnen, ohne Probleme!
Bei den Farbenzwergen meiner Tochter sieht das allerdings ganz anders aus, denn dort sind die beschriebenen 2er und 3er Würfe normal.

Es liegt also nicht am Zwergengen, sondern an der Selektion innerhalb einer Rasse! Wenn man mit schlechten Müttern und deren Nachkommen züchtet, muß man sich nicht wundern, wenn es in diesem bereich immer katastrophaler wird.....

Als krasses Gegenbeispiel sitzt hier eine Neuseeländerhäsin, die nun den dritten Wurf liegen hat (vier, vier und nun drei Junge). Eine Lohhäsin hat bei drei Würfen je drei Junge hinbekommen..... ein mageres Ergebnis für diese Gewichtsklasse, wie ich finde. Im Gegenzug dazu brachte meine Hasenkaninchendame 11 Junge beim ersten Wurf.
Anja
 
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von Karl Schwab » 20. Mai 2009 09:58

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Michael,

es geht nicht darum die Dw/dw-Problematik zu bestreiten und ich denke, Du kannst nirgends herauslesen, daß ich es nicht begriffen hätte.

Es geht schlicht darum, daß man nicht etwas in den Raum stellen kann ohne die exakten Quellen zu zitieren.

Deine Zitate können nicht in einem Standard stehen, da haben sie nichts zu suchen. Wie bewiesen.

Auch in einem Gesetz haben Deine Vorstellungen über den Ablauf der Zucht nichts zu suchen.
Dafür gibt es Durchführungsverordnungen, die in dem Gesetz auch erwähnt werden und bei Bedarf angeordnet werden sollen.

Solche Sätze
>>Noch einmal klipp und klar: Zwergkaninchenhäsinnen dürfen zur Zucht laut Gesetz nicht verpaart werden.<<
bringen uns nicht weiter, wenn Du verstehen willst, was ich meine. Nicht mal im Gutachten lassen sich solche Sätze finden.

Zitat von M. Schlaphof
Wenn das alles verwirrend ist, habe ich dafür Verständnis, aber ich habe den Standard ja nicht geschrieben.
Außerdem, siehe Anfang, ist dies ja ein Forum.

Na, wer hat da wohl den Standard ins Spiel gebracht?

Ich weiß meist sehr wohl, was ich wann und wo geschrieben habe. Da verwirrt mich so leicht keiner, ebensowenig wie mit der Zwergenzucht.

Schönen Gruß
Karl
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von Michael Schlaphof » 20. Mai 2009 10:50

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo,

in Sachen Standard geht es hier um zwei verschiedene Dinge.

Die Gewichtsanhebung des ZDK für Zwerghäsinnen (die dann keine mehr sind) stammt von 1999.
Der Standard aus dem Jahr 2004.

Nun zu den noch fehlenden Fakten:

Lehrschrift für Kaninchenzuchtvereine
Ausgabe 57 / 1999
Seite 68

"Bei allen Hermelin und Farbenzwergen wurde das Höchstgewicht bereits vor Jahren auf 1,5 kg bei Ausstellungen heraufgesetzt. Das Zuchtgewicht bei einer Häsin liegt bei 1,7 bis 2,0 kg und darüber. Seit dieser Gewichtsanhebung gibt es bei diesen Rassen keine nennenswerte Wurf-, Geburts-bzw.Aufzuchtschwierigkeiten mehr."

Gruß
Michael Schlaphof, Berlin
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von Karl Schwab » 20. Mai 2009 23:06

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Michael,

es gibt immer noch einige Punkte in Deinen Ausführungen, die in dieser Form für mich nicht ganz akzeptabel sind.

Z. B. sind die Langohren und die Typzwerge bei der Geburt nicht auszumachen. Diese Aussage entspringt nicht meiner eigenen Erfahrung, mangels Zuchtpraxis mit diesen Rassen, aber sie stammt von qualifizierten Zwergenzüchtern. Dieses Thema hatten wir schon mal und ich dachte, Dir wäre das nun auch klar. Also kann die Häsin bei der Geburt keine diesbezüglichen Probleme bekommen.

Verschiedene Wildkaninchenpopulationen beweisen, daß die Größe bzw. das Gewicht kein Kriterium für eine Qualzucht sein muß. Zumindest zwei Populationen liegen weit unter einem Kilo und zeigen keine der besprochenen Probleme. Beim Porto Santo-Kaninchen liegt das Durchschnittsgewicht bei ca. 800 g. Da scheint den Gutachtern für den § 11 b auch die volle Unvoreingenommenheit gefehlt zu haben. Diese Verzwergung beruht sicher nicht auf der dw-Mutation, die ja erst lange nach Darwin gefunden wurde.

Die Lehrschrift habe ich rausgesucht, leider kam ich noch nicht zum Lesen.

Schönen Gruß
Karl

PS
Falls sich jemand für das Gutachen zum § 11 b interessiert, hier der Link dazu:
http://tierhygiene.vetmed.uni-leipzig.d ... chtgut.pdf
Karl Schwab
 
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von Michael Schlaphof » 21. Mai 2009 22:40

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Karl,

vielleicht meldet sich ja mal ein real existierender qualifizierter Zwergzüchter zu Wort. Aber auch Fotos wären schon hilfreich. Man vergißt den Anblick der so verschiedenen Jungtiere in einem Nest nicht mehr und wird kaum glauben, welch vergleichsweise riesigen Jungtiere die kleine Häsin zur Welt bringt.
Aaaber..
Es gibt ja nicht nur diese 3 Typen. Gelegentlich treten auch Zwischenformen auf, da sind einmal Tiere von ca. 1000 gr, also zwischen Kümmerling und Typ und dann Tiere von ca. 1600 gr, also zwischen Typ und Nichtzwerg. Und genau Diese lassen sich eben zu Anfang nicht eindeutig erkennen. Solche Tiere sieht man gelegentlich sogar ausgestellt, die große Variante natürlich nicht im ausgewachsenen Zustand bzw. abgespeckt.
-
Die Körpergröße der Zwergkaninchen ist doch nicht der Knackpunkt!!!
Es ist aber sichergestellt, dass die Häsin ab 1,7 kg nicht dem genetischen Zwerg entspricht.
-
Was hat Darwin hier zu suchen?
-
Und das Porto Santo? Wer will solche Teufel im Stall?

Das heutige Hermelin und die Farbenzwerge leben von ihrer durch den dw-Faktor verursachten Mißbildung die sie so niedlich aussehen läßt. Überhaupt wären wir in der Diskussion weiter, wenn die Geschichte der Hermelin bekannter wäre.
Das Ur-Hermelin war ja kein Zwergkaninchen, erst der übergroße Kopf, das Froschmaul und die hervorstehenden Augen
brachten den Durchbruch.
-
Weiterführende Literatur:
Doktorarbeit "Die Hobby-Rassekaninchenzucht in D. unter Berücksichtigung tierschutzrechtlicher Aspekte", Anya Swenshon
Lehrschrift für Kaninchenzuchtvereine Nr 53/1995, ZDK
Kaninchenkompass, Hans-Peter Scholz
Farbenzwerge, Oertel & Spoerer
Das große Buch vom Kaninchen, Schlolaut
Unsere Kaninchenrassen Band 2, Heinrich Niehaus
Kaninchenrassen, Karl Weißenberger

Alle Autoren gehen speziell auf die Problematik ein.

Es könnte auch eine Negativ-Liste veröffentlicht werden. Zum Teil seitenlange Abhandlungen ohne auf den Punkt zu kommen.

Gruß
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von Anja » 22. Mai 2009 00:24

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Manchmal frage ich mich woher du dein Wissen hast, Michael.

Ich bin Zwergenzüchter und Karl hat vollkommen recht, dass man zur Geburt nicht zwischen Typzwerg und Nichtzwerg unterscheiden kann. Auffällig sind lediglich die Doppelzwerge, also reinerbige Dw-Tiere.
Den Unterschied bei den Zwergrexen zwischen Typzwerg und Langohr erkennt man erst wenn Kopf und Ohren länger werden, dies mit etwa einer Woche.
Ausstellungsfähig sind die Langohren in keinem Alter, da die Ohren zu allererst wachsen und schon mit 4 Monaten die nb-Marke erreicht haben oder hätten.

Ein weiterer Trugschluß ist deine starre Festlegung auf Gewicht und/oder Ohrlänge zur Bestimmung von Typzwergen. Es ist sehr wohl möglich genetische Typzwerge zu haben, die 9cm Ohren und 2,5kg haben!

Und genausogut ist es möglich Zwerge mit 800g und 7cm Ohren zu züchten (siehe Hasenzwerge in NL oder England).
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von Michael Schlaphof » 22. Mai 2009 09:16

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Anja,

ein oder zwei der Bücher sollten Dir zugänglich sein.

Vielleicht ist Dir auch entgangen, dass es hier um die heutigen Hermelin und die klassischen Farbenzwerge geht.

Hasenzwerge sind doch ein ganz anderes Thema! Auch Rexzwerge müssen außen vor bleiben.
Und wenn wir NL einbeziehen wollten, dann fehlen hier NHD, denn das sind - im Gegensatz zur deutschen Population-
auch echte Zwergkaninchen.

Es sollte Dir auch ein Leichtes sein, hier ein Foto Deiner homogenen Wurfergebnisse zu präsentieren.
Fotos sagen mehr als tausend Worte.
Langohren werden so gut wie nie ausgestellt, das hast Du nicht richtig gelesen. Also bitte.
Es geht um die Tiere im Grenzbereich von ca. 1600 gr. Endgewicht.

Nun kommem wir einmal zu Deinem Wissen.
Wo gibt es Typzwerge von 2,5 kg Gewicht mit 9cm langen Ohren?

Gruß
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von Anja » 22. Mai 2009 09:21

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Michael Schlaphof hat geschrieben:Vielleicht ist Dir auch entgangen, dass es hier um die heutigen Hermelin und die klassischen Farbenzwerge geht.
Wo steht das geschrieben? Hier geht es um Dw-Tiere, dachte ich.
Hasenzwerge sind doch ein ganz anderes Thema! Auch Rexzwerge müssen außen vor bleiben.
Warum?
Wo gibt es Typzwerge von 2,5 kg Gewicht mit 9cm langen Ohren?
zB in meinem Stall ;-)
Anja
 
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von Anja » 22. Mai 2009 09:46

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hier ein Foto wie gewünscht
Zwei Wurfgeschwister im direkten Vergleich, beide Elterntiere Typzwerge
das linke Tier (ausgewachsen) hat ein Gewicht von guten 2kg mit 7,5cm Ohren
das rechte Tier (ausgewachsen) hat 1000g mit 5,5cm Ohren
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von Michael Schlaphof » 22. Mai 2009 10:06

2 x links
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von NiceDay » 22. Mai 2009 10:14

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hi!

"Das theoretische Ergebnis sind ca. 3 Jungtiere: Davon eins winzig, reinerbig, schon tot oder sterbend. Ein weiteres sehr groß, reinerbig, Probleme bei der Geburt auslösend, oft dadurch tödlich verletzt, ebenso das Muttertier."

Sorry, das ist für mich nicht nachvollziehbar! Also, die nachfolgend dargestellten Daten stammen aus einem Bericht von Christian Schnecke "Zwergwuchs beim Kaninchen und seine Vererbung", erschienen in der Zeitschrift für Menschliche Vererbungs- und Konstitutionslehre im Springer-Verlag, Berlin 1941.

"Als Ergebnis der Betrachtung der einzelnen Familien kann gesagt werden, dass ein Einfluss der Mutter auf die Gestaltung des Zahlenverhältnisses der Normalen zu den Zwergen wegen der kleinen Wurfzahlen, die von den einzelnen Häsinnen vorliegen, nicht nachweisbar ist!" Die Würfgröße stellte sich wie folgt dar:

1 - 3 Junge 20 Würfe 34 Normale : 20 Zwerge
4 Junge 14 Würfe 37 Normale : 19 Zwerge
5 Junge 25 Würfe 86 Normale : 39 Zwerge
6 - 8 Junge 12 Würfe 52 Normale : 25 Zwerge
Insgesamt 71 Würfe 209 Normale : 104 Zwerge

Gezüchtet wurde nur mit Heterozygoten, da kein homozygoter Zwerg älter als höchstens 33 Tage wurde. Die durchschnittliche Würfgröße lag bei 4,4. Mehr schaffen meine Zwergwidder, die doch etwas größer sind auch nicht. Das heißt, man kann ohne weiteres - siehe oben - Zwerge züchten, die mehr als drei oder vier Junge bekommen. Es kommt auf den Stamm an. Dazu sollte ich die Tiere eben nicht nach Bewertungskarte, sondern nach Würfgröße, Wurfverhalten, Milchleistung etc. aussuchen. Ein weiterer Trugschluß, dem auch ich sehr lange aufgesessen bin, ist, dass das Zwergengen an die Körpergröße gekoppelt ist. Das ist ein Irrtum. Das Gen lässt sich problemlos auf andere Rassen übertragen, auch auf solche, die bei weitem größer sind.

Mich erinnert die Diskussion über die Zwerge an den Beitrag von Dr. Wieberneit von der Tierärztlichen Hochschule Hannover ("Tierzüchterische und tierschützerische Aspekte bei der Zucht von Punktschecken-Kaninchen"). Da war's ähnlich, Swenshorn wird da übrigens auch zitiert! Im Grunde stellt's sich's für mich so dar: Nix genaues weiß man, aber man reglementiert mal.

Zur Entstehung des Froschmauls etc. gibt's eine Arbeit von Suchalla über die Variabilität und Erblichkeit von Schädelmerkmalen bei Zwerg- und Riesenrassen, dargestellt an Hermelin- und Widderkaninchen und bezüglich des Zwergwuchs habe ich noch zwei weitere, sehr umfangreiche Arbeiten, die schon lange wieder in Vergessenheit geraten sind. Schlecht sind sie trotzdem nicht!

LG NiceDay
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von NiceDay » 22. Mai 2009 10:17

Weil ich's gerade gesehen habe!

"2 x links!" Ich find' derartige "statements" sowas von unnötig! Fürchterlich!

NiceDay
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von Karl Schwab » 22. Mai 2009 14:57

Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo,

so "fürchterlich" finde ich den Hinweis auf die zweimal "links" gar nicht. Durch die Korrektur wird sogar dokumentiert, daß das ursprünglich scheinbar (?) kleinere Junge hinterher das wesentlich schwerere war.

Allerdings sollte dann bei allen Beteiligten auf exakte Definitionen gedrungen werden.

Darwin hat sehr wohl mit Zwergen und insbesondere mit dem Porto Santo-Kaninchen zu tun. Er vermutete sogar fälschlicherweise dabei eine neue Spezies und machte damit Kreuzungsversuche. Außerdem sollte bekannt sein, daß Darwin sich sehr umfangreich mit Kaninchen beschäftigte; sowohl als Jungendlicher als auch später noch als reputierter Forscher. Der Dw-Faktor konnte ihm jedoch nicht bekannt sein, da der, meines Wissens, erst in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA gefunden wurde. Von daher braucht es keinen Hinweis, wenn wir hier und heute von Zwergen beim Kaninchen reden, dann schließt das auf alle Fälle Dw - dw mit ein, da dieser Faktor bei allen heutigen Zwergen drin sein dürfte.

Michael Schlaphof wollte sich auch mal auf die Suche nach Restbeständen der Rasse Hermelin machen aus der Zeit vor "DW-dw". Und fündig geworden?

Was mich weiter sehr stark stört, ist die Tatsache, daß die tierschutzrechtlichen Belange immer mit der Rassekaninchenzucht in Verbindung gebracht werden. Die Mißstände und das Nicht-Wissen um die besonderen Belange dürften bei der sog. Kinderzimmerzucht und auch der sog. Hobbyzucht weit gravierender sein. Belege dazu lassen sich auf Anhieb jede Menge in den diversen Foren finden. Verwundern braucht es nicht, wenn man berücksichtigt, wie sich die große Masse hier mit der Umwelt und sogar mit der eigenen Ernährung befaßt. Es scheint ja schon zuviel verlangt zu sein, wenn man das Wissen erwartet, daß bei Haltung von Männlein und Weiblein sich Nachwuchs einstellt. Sexualkunde für jedermann an den Schulen?

Schönen Gruß
Karl
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von Michael Schlaphof » 22. Mai 2009 15:21

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Anja,

zu sehen sind zwei etwa gleich große Jungtiere. Das voll pigmentierte hat, so wie es aussieht, deutlich kürzere Ohren.
Das paßt doch dann. Mich wundert´s bei solchen Mischungen nicht.

Sie sind spalterbig im Typ und nochmal spalterbig in der Scheckung.
Außerdem gehören sie keiner Rasse an.
Man kann aus solchen Ergebnissen Schlüsse ziehen, aber doch arg eingeschränkt.

Gruß
Michael Schlaphof, Berlin
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von NiceDay » 22. Mai 2009 16:31

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

"So "fürchterlich" finde ich den Hinweis auf die zweimal "links" gar nicht. Durch die Korrektur wird sogar dokumentiert, daß das ursprünglich scheinbar (?) kleinere Junge hinterher das wesentlich schwerere war."

Ich finde derartige Hinweise unpassend, da in der "Hitze des Gefechts" schon mal ein Schreibfehler oder dergleichen passieren kann. Darüber sollte man hinwegsehen!

Laut Greene, USA der 20. Jahre, betragen die Geburtsgewichte der Zwerge ein Drittel dem der Normalen und die Hälfte der Heterozygoten. Nachtsheim hat eine weitere Mutation beschrieben und gibt das Geburtsgewicht der Zwerge zwischen 15 und 20 g an, wobei das der normalen Geschwister um die 40 g beträgt. Ein Vereinskollege beschreibt die Typzwerge als Klein-Finger-groß, die Größe hatten sie auch bei mir. Die sind auf den ersten Blick zu erkennen. Bei den anderen wird's schon schwieriger!

Ich wäre mit der Aussage "Außerdem gehören sie keiner Rasse an!" etwas vorsichtig. Um diese Aussage tätigen zu können sollte man(n) sich erstens über den Diskussionspartner informieren - das ist bei Angabe der homepage ja kein Unding - und dann sollte man(n) zumindest über die Erbgänge bei Zwergrexen, vor allem bei den gepunkteten, ein bißchen Bescheid wissen. Ähnliche Tiere - schwarz-weißer Mantelschecke und einfärbiges Tier - sitzen auch in meiner Anlage und ich wäre nicht begeistert, wenn diese als "Mischung" bezeichnet würden, da der Vater ein Zwergrex dalmatiner schwarz-weiß und die Mutter eine schwarze Häsin aus eben diesen Zwergrexen dalmatiner schwarz-weiß ist.

Grüsse NiceDay
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von Anja » 22. Mai 2009 17:41

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Michael.
ich denke du bist mal wieder zu voreilig gewesen mit deinen Mutmaßungen.

Diese "Mischung" wie du sie nennst ist ein Wurf aus einer tätowierten Castor-Zwergrexhäsin und einem tätowierten Zwergrex dalmatiner dreifarbig. Dieses Foto sollte als Beleg für die homogene Größenverteilung bei Zwergenwürfen dienen, denn darum hattest du ja gebeten. Wie du also erkennen kannst, sind die Langohren zum Zeitpunkt der Geburt keineswegs größer als Typzwerge.
Die Mantelschecken fallen immer wieder bei den Dalmatinern, genau wie NiceDay schon sagte.
Anja
 
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von Michael Schlaphof » 22. Mai 2009 22:05

Re: Das Zwergen-Gen, Tierschutz, Geburtsprobleme oder nicht usw.

Hallo Anja,

worum geht es denn?
Die beiden Mischlinge lassen sich allein schon anhand der Ohrenlänge auseinanderhalten.

Und es sind Mischlinge in mindestens dreifacher Hinsicht:
-Im Typ
-In der Zeichnung
-In der Farbe

Warum bietest Du ausgerechnet solche Tiere als Anschauungsmaterial? Gar als Beweis?
Ganze 2 Tiere, von deren Eltern man weiß, daß sie tätowiert sind.
Und verschiedenen Rassen angehören, warum nur????

Rexzwerge habe ich auch ganz bewußt nicht als Beispiel gewollt.
-
Gruß
Michael
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