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Wichtig Hasenbaby

von Heike09 » 16. Nov 2012 21:36

Wichtig Hasenbaby

Hallo meine Sue hatte am 11.11 ihren ersten wurf mit 8 Junge.2 waren sofort tod. Anfangs sah alles gut aus. Aber am 3ten Tag bemerkte ich das die jungen eingefallene Bäuche haben. 3 davon nur noch Haut und Knochen sind. Hatte keine Katzenmilch da habe ihnen aber sofort Kamillentee paar tropfen gegeben.Haben alle super getrunken. Als ich sie ins Nest tun wollte ist mir einer in meiner Hand eingeschlafen. Wollte sie bei der Mama zuerst anlegen aber die hüpft sofort weg. Wenn ich sie festhalte klappt es auch nicht. Habe nun die 5 kleinen bei mir unter einer reptilien wärmelampe undNest.Ich gebe ihnen alle 3 std. Katzenmilch angemischt mit Kamillentee. Die ganz dünnen bekommen sogar fast jede std. sie trinken gut. Aber ich mache mir sorgen wegen dem Gewicht.Die kleinsten wiegen heute ca.40 gr. und die grösseren ca 60gr. Bauchmassage machen wir nach dem Essen. Stuhlgang geht auch. Passt das Gewicht??? Was mussich noch beachten??? Sollich Die Jungen bei der Mama lassen???? Danke schon mal
Heike09
 
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von Caillean » 19. Nov 2012 10:43

Re: Wichtig Hasenbaby

Hallo,

wieviel die Kleinen wiegen ist nicht so wichtig, Hauptsache ist, dass sie ZUNEHMEN. Ob das 2 Gramm am Tag oder 10 sind...nach oben muss es gehen.

Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Fencheltee gemacht statt mit Kamille. Wenn sie etwas größer sind, kann man auch ein paar Tropfen Speiseöl in die Mischung geben. Bei der Wärmelampe ganz penibel die Temperatur kontrollieren...die wird schnell zu heiß. Solang es mehrere Jungtiere sind reicht die Nestwärme bei Zimmertemperetur völlig aus. Ich würde nur einzelne zusätzlich wärmen.

Bei der Mutter würde ich versuchen der Ursache auf den Grund zu gehen. Manche haben einfach keine Milch, andere kriegen es beim ersten Wurf einfach nicht richtig hin, auch ein medizinisches Problem wie eine Entzündung wäre möglich. Dreh die Häsin auf dem Schoß mal um und sieh dir die Zitzen an. Bei Entzündungszeichen (starke Rötung, Schwellung, Überwärmung, Schmerzreaktion) natürlich Tierärztlich behandeln lassen. Sehen sie normal aus, stimulier sie ein wenig um zu sehen ob Milch kommt. Bei normal laktierenden Häsinnen (die nicht grade gesäugt haben) sollte da ordentlich was zum Vorschein kommen...hat sie keine Milch ist, wenn überhaupt was sichtbar wird, nach 1-2 Tropfen Schluß.

Sollte sie Milch haben kann man es mit Anlegen versuchen. Aber einfach unterschieben klappt eigentlich nie. Am besten klappts zu Zweit. Einer nimmt die Häsin auf den Schoß und dreht sie mit dem Bauch nach oben (je nach Wehrhaftigkeit kann ein Tuch über den Augen das Tier beruhigen), der andere legt die Jungen an die Zitze und passt auf, dass sie nicht abstürzen. Mehr als 2 aufs Mal sind schwierig. Reicht die Milch tatsächlich sieht man das den Kleinen schnell an, passiert da am Bauch nichts, macht es keinen Sinn der Häsin die Prozedur öfter an zu tun (ist ja auch alles andere als Stressfrei).
Anlegen ist immer Abwägungssache. Klar gibt es nichts besseres als Muttermilch für die Jungen...aber für die Häsin ist es natürlich massiver Stress.

Bei Entzündung des Gesäuges oder wenn keine Milch vorhanden ist würde ich die Jungen inzwischen ganz ins Haus holen. Ich habe es mit meinen Handaufzuchten gut gemeint und wollte sie möglichst lang bei der Mutter lassen. Ergebnis war eine fiese Bisswunde bei einem Jungtier als diese mobiler wurden, weil die Mutter wohl die Saugversuche gar nicht gut fand. War zwar behandelbar, aber weder braucht man die Extrakosten, noch braucht das kleine Tier noch zusätzliche Belastung.

Über Handaufzucht kann man geteilter Meinung sein. Die einen versuchen es gerne, die anderen lehnen es völlig ab. Wenn du es machen willst, lass dir nicht reinreden und versuch es. Aber sei nicht zu enttäuscht wenn einige oder im schlimmsten Fall alle es doch nicht schaffen. Ich hab es mehrmals versucht und bereue es nicht. Aus einem Wurf wurden 3 ganz tolle Kaninchen...ich habe aber auch welche verloren und das ist nach vielen Tagen des intensiv Kümmerns schon hart.
Caillean
 
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