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Bewegungsstörung der Hinterläufe

Stichworte: Krankheit, Lähmung

von reh » 2. Okt 2007 10:28

Bewegungsstörung der Hinterläufe

Eine Bewegungsstörung der Hinterläufe, die auf den ersten Blick wie eine Lähmung aussieht, muss nicht immer das Todesurteil sein. Man liest ja öfters von Fällen, wo Kaninchen sich plötzlich nicht mehr bewegen können (Verletzung, Unfall, nichts genaues weiß man nicht, ...) und oft endet die Sache mit Schlachten oder nach einiger Quälerei mit Einschläfern.

Daher hier mal ein anders endender Bericht.

Ich fand am Freitag abend ein 2 Monate altes Jungtier im Stall, welches ich im ersten Moment für tot hielt. Aber es lebte, konnte nur seine Hinterbeine nicht richtig bewegen.
Ich setzte es auf den Boden. Dort versuchte es sich aufzusetzen, indem es mit den Vorderläufen rückwärts ging, fing an, alles fressbare zu angeln und drehte sich dabei im Kreis. Wenn es umviel, war es hilflos.

Ich setze es in eine Kiste und überlegte, was es haben könnte. Es konnte nicht laufen, war aber auch nicht richtig gelähmt, denn ein wenig bewegte es auch die Hinterbeine. Mein TA erwähnte mal einen Bandwurm, der eine reversible Lähmung verursacht, aber bei einem erst 2 Monate alten Tier und nur bei einem einzigen?
Ein TA, den ich dann am Sa. doch noch erreichen konnte, meinte, ich solle erst mal etwas abwarten, es könnte eine Zerrung oder ein Muskelriß der inneren Oberschenkelmuskulatur sein. So etwas könnte es sich z. B. beim Warnklopfen zugezogen haben. Kaninchen könnten sich sogar durch eigene Muskelkraft die Wirbelsäule brechen. Wieder was neues gelernt :idea:

Und siehe da, am Sonntag nachmittag saß es auf der anderen Seite der Kiste und als ich es auf den Boden setzte, fing es unbeholfen an, das Zimmer zu erkunden. Am Montag kam es dann zurück in seinen Stall und ich denke es ist soweit wieder ok.
mit freundlichen Grüßen
reh

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von Karl Schwab » 2. Okt 2007 13:18

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

reh hat geschrieben:So etwas könnte es sich z. B. beim Warnklopfen zugezogen haben. Kaninchen könnten sich sogar durch eigene Muskelkraft die Wirbelsäule brechen. Wieder was neues gelernt :idea:


Wieso wieder was neues gelernt?
Das kennt doch wirklich jedes Kind! (Besser wäre wohl, kannte früher jedes Kind!)
Noch viel ausgeprägtere Fälle sind doch schon seit "ewigen" Zeiten bekannt.
Oder kennt der/die betreffende nichtmal die Story vom Rumpelstilzchen?
Karl Schwab
 
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von SORO » 7. Okt 2007 20:12

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Ich habe drei kleine Dalmatiner-Rexe!
Zwei sind komplett fit und laufen auf allen vieren. Die dritte ist seit sie aus dem Nest kam auf ihren beidern Vorderbeienen unterwegs. Sie frisst und ist auch sonst fit, kratzt sich auch mit den Hinterläufen aber laufen nur auf den Vorderbeinen.
Der TA konnte auch nichts außergewöhnliches feststellen, nun ja warten wir es ab.
SORO
 

von Karl Schwab » 7. Okt 2007 23:30

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo Soro,

ist das so zu verstehen, daß dieses Kaninchen auf den Vorderbeinen in der Art eines Handstandes läuft?

Wenn ja, dann handelt es sich um eine Erbkrankheit des Nervensystems mit dem Namen "Akrobat". Es handelt sich um ein rezessives Gen, also muß dieser Erbfehler sowohl von Mutter als auch von Vaterseite mitgegeben worden sein.

Mit einer Lähmung der Hinterläufe äußert sich anfangs die Ataxi, ebenfalls eine rezessive Erbkrankheit. Hier tritt die Lähmung der Hinterbeine mit etwa drei - vier Monaten ein, die dann aber sehr schnell zum Tod führt.
Karl Schwab
 
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von SORO » 8. Okt 2007 19:30

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Ja, die Kleine läuft im Form eines Handstandes.
Ab und zu geht sie auch ein paar Schritte mit allen Vieren aber nur selten.
Kratzen, pflegen, fressen ist alles normal.
Von dieser Akrobat-Krankheit habe ich bisher noch nie was gehört und es ist auch das erstemal, dass wir sowas haben.
Sie ist jetzt 2,5 Monate.
Wir züchten sonst Deutsche Riesen weiss und das seit vielen Jahren.
Die Zwerge haben wir wegen unserer Tochter.
Gibt esirgendwo eine Möglichkeit mehr über diese Akrobat Krankheit zu erfahren, selbst der TA wußte sich keinen Rat.
LG SORO
SORO
 

von Karl Schwab » 8. Okt 2007 22:32

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo Soro,

selbst in meiner eigentlich recht umfangreichen Kaninchenliteratur gibt es wenig Hinweise auf diese Krankheit. Oftmals wird sie gar nicht erwähnt und einige Male wird auf Nachtsheim verwiesen. Also eine schon recht betagte Literaturstelle.

Meist wird sie als Erbkrankheit bei den Holländern beschrieben. Selbst bei reinrassigen Zwergen muß man aber damit rechnen, daß irgendwer irgendwo unbefugterweise Holländer mit eingekreuzt hat, daher kann sie bei kleinen Rassen und Zwergen fast überall vorkommen. Bei nicht reinrassigen Zwergen ist die Wahrscheinlichkeit, daß Holländer eingekreuzt wurden sogar sehr groß.

Nachtsheim schreibt, daß Letard 1935 und 1943 über diese Erbkrankheit berichtet. Nach ihm wird diese Krankheit durch ein einfach mendelndes rezessives Gen (ak - deutsche Schreibweise) verursacht. Nach ihm sind damit meist auch Augendefekte (Katarakt, falsche Plazierung der Linse) verbunden und diese Anomalien treten dann erst 7 - 8 Monate nach Beginn der akrobatischen Haltung auf.

Nach H. Niehaus soll auch Robinson (1958) in England in einer Holländer-Zucht eine ähnliche Krankheit vorgefunden haben. Deren exakter Erbgang war zur damaligen Zeit nicht bekannt.

Bei S. Matthes "Kaninchenkrankheiten" und bei Schlolaut "Das große Buch vom Kaninchen" wird diese Krankheit mehr oder weniger nur erwähnt.

Sehr verbreitet scheint dieser Gendefekt nicht zu sein. Ich habe ein Kaninchen mit diesem Defekt noch nie gesehen und kenne auch keinen, der es gesehen hat. Bei H. Niehaus "Unsere Kaninchenrassen" ist auf Seite 95 ein Tier im Handstand abgebildet.

Ich hoffe, Dir damit etwas weitergeholfen zu haben. Über die Konsequenzen einer rezessiv vererbten Krankheit bist Du Dir hoffentlich im Klaren, ansonsten mußt Du Infos bei Deinem TA einholen.

Gruß
Karl
Karl Schwab
 
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von reh » 9. Okt 2007 09:27

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Ich würde mich über ein oder mehrere Fotos des Tieres sehr freuen.
Gerade weil es selten ist, sollte man die Gelegenheit nutzen, es zu dokumentieren.
mit freundlichen Grüßen
reh

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von SORO » 9. Okt 2007 13:36

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Danke für die ausführliche Antwort.
Mein Mann züchtet schon seit vielen Jahren und er hat auch gesagt, dass er sowas noch nie gesehen bzw. gehört hätte.
Wie kann ich denn hier ein Foto einstellen, bin hier noch neu und eher per Zufall auf diesen Thread gestoßen.
Wäre nett, wenn mir jemand behilflich wäre.
Bin gerne bereit, Bilder von unserer Acrobatin zuschicken/einzustellen.
Werde mich jetzt erstmal registrieren lassen.
LG SORO
SORO
 

von reh » 12. Okt 2007 09:20

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

So, hier das Bild.

Das der überhaupt so laufen kann und nicht umfällt ...
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Acrobat.JPG
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mit freundlichen Grüßen
reh

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von Gast » 12. Okt 2007 12:41

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Sie läuft so durch den ganzen Käfig, ab und an fällt sie auch mal um, aber eher selten.
Problematisch wird es, wenn sie meint durch den Futtertrog rennen zu müssen.

Muß meinen Mann mobil machen, damit wir neue und bessere Bilder machen können.

Ich wollte das halt schon mal einstellen, weil alle so neugierig waren.
Vllt. kommt ja auch jemand aus meiner Nähe, der ist herzlich eingeladen um es aus der Nähe zu betrachten.
LG SORO
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von Langhaarcollie » 11. Sep 2008 22:15

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Habe hier die Beiträge gelesen.Hatte letztes Jahr auch in einem Zwergrexwurf ein Jungtier das fleißig Handstand machte.Jetzt habe ich einen Wurf Zwergrex gleicher Vater aber andere Häsin, und 2 davon laufen oft auf den Vorderbeinen(Handstand).Ich habe meine Tiere von einem Züchter,der schon viele Jahre züchtet und ausstellt.Er hat so was auch noch nie gesehen.
Langhaarcollie
 

von harzer-fuchs » 18. Sep 2008 13:20

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Habe jetzt einen Fotographen gefunden der mir schöne Fotos gemacht hat.
Papas Bilder 385-klein-mini.jpg
Papas Bilder 385-klein-mini.jpg (41.9 KiB) 104070-mal betrachtet
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Papas Bilder 355-klein-mini.jpg
Papas Bilder 355-klein-mini.jpg (32.9 KiB) 104031-mal betrachtet
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von Bärbel » 18. Sep 2008 16:37

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo,
obwohl Vererbung interessant sein mag, ist es gegen das Tierschutzgesetz, kranke Tiere weiter zu vermehren. Mögen diese Fotos zu einem abschreckenden Beispiel werden.
Karl schreibt:
Sehr verbreitet scheint dieser Gendefekt nicht zu sein. Ich habe ein Kaninchen mit diesem Defekt noch nie gesehen und kenne auch keinen, der es gesehen hat. Bei H. Niehaus "Unsere Kaninchenrassen" ist auf Seite 95 ein Tier im Handstand abgebildet.

Nein, glücklicher Weise nicht mehr, denn die Züchter haben es verstanden, den rezessiven Faktor zu merzen. Ursprünglich war es ein Erbdefekt bei weißen Wienerkaninchen, erst nach der Verwendung dieser in der Holländerkaninchenzucht, trat der "Akrobat" auch bei dieser Rasse auf. Es gibt noch eine Rasse in Europa, die dieses Leiden aufweist, aber auch dort werden grundsätzlich solche Tiere und deren Eltern aus der Zucht entfernt.
Bärbel
 

von harzer-fuchs » 18. Sep 2008 18:01

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Ich habe nicht vor kranke Tiere zu vermehren.Auch werden die Elterntiere nicht mehr zur Zucht eingesetzt.
harzer-fuchs
 
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von Karl Schwab » 18. Sep 2008 18:21

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo Bärbel,

oh, da kann ich Dir ein sehr schönes und weitläufiges Betätigungsfeld vermitteln:

Seit Jahren sträuben sich mir die Haare, wenn ich mitkriege was mit den Kaninchen mit E. cuniculi geschieht.

Dr. med. vet. S. Matthes empfiehlt in seinem Buch noch diese Tiere zu schlachten und heute verdienen sich die (wahrscheinlich meist weiblichen) Kleintiertierärzte 'ne goldene Nase mit der Behandlung dieser Tiere bei den Heimtier- und Wohnungshaltern und weitergehalten und weitergezüchtet wird auch. Kein Wunder, daß man dann auf 80 % befallener Tiere kommt bzw. kommen will. Obwohl diese Zahl auch der Phantasie entspringt, wie vieles was aus dieser Szene kommt, wenn man eher glaubwürdigeren Quellen Glauben schenkt.

Schönen Gruß
Karl
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von Karl Schwab » 18. Sep 2008 22:13

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo Bärbel,

weil ich nun etwas mehr Zeit habe, will ich nochmal auf Deinen Beitrag zurückkommen, weil da für mich ein paar Ungereimtheiten enthalten sind.

Ich bin weder Holländer- noch Weiße-Wiener-Züchter, noch habe ich im Moment die Zeit, mich da so tief wie nötig einzuarbeiten. Aber etwas mehr Zeit als heute Nachmittag. Deine Angaben über die Herkunft des Akrobat-Defektes scheinen mir jedoch nicht ganz einleuchtend. Die Holländer-Kaninchen sind Ende des 19.Jahrhunderts (1895) sowohl in England als auch sehr bald danach in Deutschland auf Ausstellungen vertreten gewesen. Die Weißen Wiener sind aber erst 1907 erzüchtet worden und spielen auch in einer anderen Größen-Liga. Warum sollten also Weiße Wiener mit dem Akrobat-Gen-Defekt in die Holländer eingekreuzt worden sein?

Wenn Nachtsheim und Niehaus richtig zitieren, dann ist dieser Defekt auch erst seit 1935 bekannt. Das paßt dann auch nicht in den von Dir geschilderten Ablauf. Verwechselst Du da ev. etwas mit der Epilepsie? Die soll bei den Weißen Wienern früher öfters aufgetreten sein, aber heute so gut wie keine Rolle mehr spielen.

Gruß
Karl
Karl Schwab
 
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von Mausi » 25. Jul 2010 14:20

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo, ich habe ein etwa 7 Monate altes Kaninchen, vor einigen Tagen (MI) habe ich gemerkt, dass es nicht mehr zurück in den Käfig hüpfen kann,denn es kann die Hinterläufe nicht richtig bewegen.Ich war bei meiner TÄin, doch die konnte nichts feststellen.Sie war auch verwundert, als sie hörte, dass er nur 7 Monate als ist...
Die nächsten Tage habe ich immer wieder im Internet nachgelesen, was das sein könnte, doch so wirklich passt keine Beschreibung vieler Krankheiten.
Heute ist mir aufgefallen, dass er zwar laufen kann (und zwar sehr schnell), aber immer wenn er in den Käfig springen möchte (aus dem Stand), zieht er die Hinterläufe nach und fällt mehr oder weniger in den Käfig.
Ab und zu zieht er sie auch beim Laufen nach,aber eher selten.Und die Lähmung dauert nur 2-3 Sek an.
Ansonsten hat er rein gar nichts.Er frisst,trinkt,setzt Kot und Urin ab, spielt und versucht trotzdem zu hüpfen.

Kann mir einer von euch sagen,was das sein könnte ? Liegt das am Wachsttum oder hat er Muskelkater oder ist es doch Encephalitozoonose oder so?
Bitte schreibt mir schnell zurück,die Ungewissheit und die Sorge nicht zu wissen was er hat treibt mich in den Wahnsinn!
Mausi
 

von LuisaUndRatzRübe » 5. Sep 2010 11:34

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo zusammen :-)
also bei meinem kaninchen ist es nicht so extrem wie auf den bildern,also es macht keinen Handstand,aber sein rechter hinterlauf ist etwas gelähmt. Es fing gestern abend an.Mein Kaninchen saß nur in der ecke und bewegte sich nicht viel. Wir hoben ihn anschließen aus dem käfig um zu schauen,was er haben könnte. Als ich ihn auf dem arm hatte, bewegte er seinen kopf nach links und rechts,als ob ihm schwindelig wäre,und ich mich drehen würde. Seine Augen drehten sich auch. Als ich ihn dann auf den boden ließ, lief er ganz normal unters bett. Als ich ihn mit futter reinlocken wollte,ging er nicht wie sonst sofort in den käfig,sondern suchte förmlich den eingang.er machte ein bisschen den eindruck als wäre er blind. in der nacht bewegte er seinen kopf öfter mal nach links ud rechts,öfter aber auch nicht. am nächsten morgen fraß er nicht. als ich ihn dann draußen nochmal beobachten wollte,war zwar das kopf schwanken nicht mehr da und er wirkte gesund, aber dann bemerkte ich dass er am rechten hinterbein immer ein wenig abknickte als wäre er gelähmt. aber das geschah nur manchmal. Draußen fraß er auch. im käfig wirkte er vorerst ziemlich müde,und weil ich die befürchtung hatte, er findet das trinken nicht,hielt ich hm das trinken vor die nasen und er trank eifrich in großen schlücken. Heu aß er ebenfallt gierig. Komisch oder? jetzt liegt er ausgestreckt unterm bett.. ich weiß nicht wa sich machen soll..morgen gehe ich auf jeden fall früh zum TA ..denn wir haben sonntag. Habt ihr vll. schon mal etwas ähnliches erlebt? vielen vielen dank im vorraus auch vom Ratz :-)
LuisaUndRatzRübe
 
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von reh » 5. Sep 2010 14:01

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Such mal nach Enzephalitozoonose, auch Schiefhals oder E. cuniculi genannt.
mit freundlichen Grüßen
reh

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von LuisaUndRatzRübe » 5. Sep 2010 17:16

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

ja habe ich heute beim recherchieren auch herrausgefunden ..die symtome ähneln die meines kaninchens. ich gehen morgen sofort zum TA er wird sicher einen test machen. diese krankheit ist doch nicht zwingent tötlich oder? :?
LuisaUndRatzRübe
 
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von arolina66 » 28. Sep 2010 21:55

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Guck mal hier http://www.zwergkaninchen-forum.de/ nach,gib "cuniculi" in die Suche ein, da findest du alles Wichtige. Schnelle konsequente Therapie ist lebenswichtig!
Viel Glück, Christine
arolina66
 

von Sabrina » 11. Nov 2010 13:04

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo Herr Schwab,
ich habe gerade ihre Beiträge hier gelesen.
Ich schreibe ihnen, weil mein kleiner Teddyzwerg gestern abend eingeschläfert werden musste.
Er hatte von jetzt auf gleich Lähmungserscheinungen bekommen, sowohl an den Vorder- als auch an den Hinterbeinen. Ich habe dies leider nicht mitbekommen, da ich zu diesem Zeitpunkt arbeiten musste. Meine Mutter ist dann sofort mit ihr zum Tierärztlichen Notdienst gefahren. Dort hat man ihr dann gesgat, dass es das beste wäre, sie einzuschläfern, da das Tier sich sonst unnötig quälen würde. Als ich nach hause gekommen bin, war ich total fertig, weil ich das nicht verstehen konnte.
Einen Tag zuvor habe ich sie noch frei Laufen lassen und mir ist auch nichts komisches aufgefallen. Sie war ein sehr lebenslustiges Tier, sehr zahm und verspielt. Das sie auf einmal derartige Lähmungserscheinungen bekam, kann ich nicht nachvollziehen! Zumal sie erst 4 Monate als ist!
Können Sie mir wohl sagen, wobei es sich da handelt. Ich habe nämlich noch ein weiteres Teddyzwergkaninchen, einen Rammler und weiß jetzt nicht, ob die Symptome ansteckend waren oder nicht.
Ich hab einmal gelesen, dass es die sog. e. cuniculi Krankheit gibt und zum anderen bei ihnen von einer Ataxie, was meiner Meinung nach eher zutreffen würde, da sie ja wie bereits erwähnt, erst 4 Monate alt war. Ich bin wirklich sehr traurig und wäre ihnen sehr dankbar wenn sie mir helfen könnten und mein zweites Kaninchen nichtz auch noch eingeschläfert werden muss.
Danke MFG
Sabrina
 

von Karl Schwab » 11. Nov 2010 20:11

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo Sabrina,

eigentlich hätte der Tierärztliche Notdienst eine Diagnose stellen sollen oder wenigstens einen konkreten Verdacht äußern. Ferndiagnosen sind grundsätzlich abzulehnen, würde ich auch nie machen, zumal ich kein Tierarzt bin.

Beide erwähnten Krankheiten, sowohl Ataxi als auch E. cuniculi, kenne ich nur aus der Literatur und durch Hörensagen. Beide können sehr stark unterschiedliche Symptome haben, doch nie hatte ich gehört oder gelesen, daß der Verlauf so rapide wie im von Dir geschilderten Fall war. Ich kann Dir also keine sachdienliche Information geben.

Eine Vergiftung ist nicht möglich? Die Umstände lassen in diese Richtung vermuten.

An Deiner Stelle würde ich versuchen beim Notdienst mögliche weitere Infos zu erhalten. Um genaue Informationen zu erhalten wäre eine Obduktion sinnvoll gewesen, führt aber auch nicht immer zu wirklich aussagekräftigen Ergebnissen.

Hoffen wir mal, daß mit dem anderen alles ok bleibt.

Schönen Gruß
Karl
Karl Schwab
 
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von Mel.b » 14. Dez 2010 11:23

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Meine 3 jährige Häsin hat seit 1 1/2 Monaten immer wieder Probleme mit Ihren Hinterläufern. Sie hat die beine in der Kretsche oder auch beide einseitig liegen. Vorwärst bewegen tut sie sich noch aber es ist nicht schön es mit an zusehen.

Sie wurde bereits gerön. dort wurde dann festgestellt das sie eine Nervenentzündung in der Wirbelsäule und in einen Hintergelenk hat. Sie hatte Vitamin B spritzen und entzündungshemde Spritzen erhalten.

Lange anhalten tut dies aber leider nicht. Sie kriegt zusätzlich in ihren Trinkwasser Multivitamin sowie ausgewogene Essen,Gemüse und kleinen Portionen Obst.

Laut letzten Stand (12.12.10) von der Tierärztin hat sie könnte ein Art von Lähmung haben
Vieleicht hat der ein oder andere ähnliche Erfahrungen gemacht.
Mel.b
 

von Smokey » 23. Jul 2012 21:54

Re: Bewegungsstörung der Hinterläufe

Hallo,

eine Freundin hatte einen ziemlich schlimmen Fall - e.cuniculi...
Ich hab ein paar, ich denke, gute Links für euch:
http://www.birgit-drescher.de/kaninchen03.html
http://www.kaninchenforum.com/site/content/view/114/29/
http://de.wikipedia.org/wiki/Encephalitozoonose

lg
Smokey
 
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