Forumsregeln
Bevor du Fragen stellst, schau bitte hier nach: http://www.satinangora.de/genetik.html

Frage zur Genkopplung

von Zilvervos » 27. Jun 2011 14:06

Frage zur Genkopplung

Hallo zusammen!

Ich habe da eine Frage zum Spaltungsgesetz von Genen. Ich beschäftige mich ein wenig mit Genetik und habe jetzt zum ersten mal in meiner Kaninchenzucht Rückverpaarungen und Geschwisterverpaarungen vorgenommen.

Parentalgeneration war

isabell ( separatorträger) x weißgrannen havanna reinerbig

F1 Generation war

1x schwarz otter, 1 x havanna otter und 2 x wg schwarz

Nun habe ich aus der F 1 Generation den schwarz otter Rammler mit seiner schwester in wg schwarz verpaart.

Das Ergebnis ist mir nicht so schlüssig, Es scheinen entweder alle 3 Junge(n) blau und blau wg zu sein oder das selbe in Feh.
Wie kann das möglich sein. Die gene sollten sich doch in einem bestimmten Verhätnis aufspalten? Aber dass alle 3 die selbe Farbe haben ist mir nicht so schlüssig.

Mich würde es interessieren in welchem Verhältnis sich da die Gene aufsoalten und wie es zur Genkopplung kommen kann. Sprich dass ich aufeinmal 3 fehfarbige hätte. Da sist statistisch doch eigentlich nicht so richtig oder? Villeicht kann mir ja jemand da etwa szu erzählen.
Meine neue Homepage ist nun endlich online. Ihr könnt nun meine Kaninchenzucht ansehen :)

www.lopchichi.de
Zilvervos
 
Beiträge: 5
Registriert: 27. Mai 2011 10:22

von NiceDay » 27. Jun 2011 22:18

Re: Frage zur Genkopplung

Hi,

auf die Schnelle geguckt, unterscheiden sich die Ausgangstiere in zwei (dihybrider Erbgang), wenn nicht in drei (trihybrider) Erbgang. Beim dihybriden ergeben sich im Kreuzungsschema insgesamt 16 Möglichkeiten der Kombination (9:3:3:1). Es ist daher nur theoretisch möglich, diese in einem Wurf abzudecken. Du wirst die Paarung wiederholen müssen. Die von Mendel vorgeschlagenen statistischen Wahrscheinlichkeiten, auch als Regeln bezeichnet, funktionieren ganz gut bei großen Zahlen, ich hab's bei meinen Tieren mal bei über 200 Nachkommen berechnet, im einzelnen Wurf können die Abweichungen relativ groß sein.

Und - sie funktionieren nur unter bestimmten Voraussetzungen. Eine davon ist, dass die Gene nicht gekoppelt sind, d.h. sie müssen frei kombinierbar sein. Ein Beispiel für Koppelung wäre der Semiletalfaktor bei Punktschecken. Bei drei fehfarbigen in einem Wurf kann man nur dann von Kopplung sprechen, wenn diese z.B. alle den Lohfaktor hätten, und sich das Ergebnis bestätigen ließe, das nicht einmal, sondern öfter (zigmal), dann könnte man vielleicht davon sprechen, dass "Feh" mit dem Lohfaktor gekoppelt ist und gemeinsam weitergegeben wird.

MfG NiceDay
BenutzeravatarNiceDay
 
Beiträge: 431
Registriert: 22. Aug 2004 01:36


Zurück zu Genetik